In nicht ganz vier Stunden sind wir schon in Down Under. Der Wetterbericht gibt warme 28 Grad und Schauer fuer Brisbane an. Die Tage davor war es deutlich ueber 30 Grad dort und ich hoffe auf etwas kuehleres Wetter. Aber wahrscheinlich wird mir dieser Wunsch nicht erfuellt werden.
Wir haben auch noch keinen wirklichen Plan wohin es uns als erstes verschlaegt. Sicher ist aber das wir so schnell wie moeglich versuchen werden aus der Stadt heraus zu kommen.
Die naechsten Zeilen werdet ihr dann aus dem "Land of Oz" von mir lesen.
Posts mit dem Label Neuseeland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Neuseeland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Dienstag, 15. Januar 2008
Fototour durch Auckland
Um den Tag nicht ereignislos mit warten verbringen zu muessen ging es heute noch einmal bei feinstem Sonnenschein fuer ein paar Stunden nach Downtown um ein paar Eindruecke einzufangen.
![]() |
| Auckland Part II |
Sonntag, 13. Januar 2008
Zurueck in Auckland
6:00 Uhr aufstehen.
Habe ich eigentlich schon einmal erwaehnt das ich ueberhaupt nicht gern frueh aufstehe?! Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher und damit es hinterher diesbezueglich zu keinen Unstimmigkeiten kommt moechte ich das noch einmal festhalten:
ICH stehe nicht gerne um diese Uhrzeit auf! Hmhm, ne ne, ist ueberhaupt nicht mein Moto!
Aber so richtig und voellig erledigt schleppe ich mich, mit bei jedem Schritt brennenden Oberschenkeln, dann auch zum Bus. Abfahrt ist um 7:40 und ich werde wohl gegen 14:00 Uhr nach 30 Tagen wieder zurueck in Auckland sein. Die halbe Stunde bergauf bei 25 Grad zum Hostel machen keinen richtigen Spass. Meine Augen scheinen auf Stecknadelkopfgroesse geschrumpft zu sein. Kommen mir aber andererseits so aufgequollen wie Wassermelonen vor. Am Himmel ist keine Wolke in Sicht und ich wuensche mir das es regnet. Der Gedanke noch nichts weiter gegessen zu haben und die damit verbundene Schlussfolgerung nach dem Einchecken gleich noch einmal 20 Minuten zum Supermarkt zu laufen gefallen mir ueberhaupt nicht. Wieso habe ich eigentlich nicht einfach 365 Tage All Inclusive am naechsten Baggersee gebucht?! Ach Quatsch, nur eine kurze Albernheit von mir. Aber mit knurrenden Magen einkaufend und den mittlerweile deutlich gesunkenen Kontostand im Hinterkopf lande ich bei $24. Das muss fuer die folgenden beiden Tage auf jeden Fall reichen. Zurueck im Hostel mache ich mir ein Sandwich, setze mich auf die Couch, starre fuer mehrere Stunden einfach auf den unter die Decke geschraubten kleinen Fernseher und bin froh heute nichts mehr erleben zu muessen.
Habe ich eigentlich schon einmal erwaehnt das ich ueberhaupt nicht gern frueh aufstehe?! Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher und damit es hinterher diesbezueglich zu keinen Unstimmigkeiten kommt moechte ich das noch einmal festhalten:
ICH stehe nicht gerne um diese Uhrzeit auf! Hmhm, ne ne, ist ueberhaupt nicht mein Moto!
Aber so richtig und voellig erledigt schleppe ich mich, mit bei jedem Schritt brennenden Oberschenkeln, dann auch zum Bus. Abfahrt ist um 7:40 und ich werde wohl gegen 14:00 Uhr nach 30 Tagen wieder zurueck in Auckland sein. Die halbe Stunde bergauf bei 25 Grad zum Hostel machen keinen richtigen Spass. Meine Augen scheinen auf Stecknadelkopfgroesse geschrumpft zu sein. Kommen mir aber andererseits so aufgequollen wie Wassermelonen vor. Am Himmel ist keine Wolke in Sicht und ich wuensche mir das es regnet. Der Gedanke noch nichts weiter gegessen zu haben und die damit verbundene Schlussfolgerung nach dem Einchecken gleich noch einmal 20 Minuten zum Supermarkt zu laufen gefallen mir ueberhaupt nicht. Wieso habe ich eigentlich nicht einfach 365 Tage All Inclusive am naechsten Baggersee gebucht?! Ach Quatsch, nur eine kurze Albernheit von mir. Aber mit knurrenden Magen einkaufend und den mittlerweile deutlich gesunkenen Kontostand im Hinterkopf lande ich bei $24. Das muss fuer die folgenden beiden Tage auf jeden Fall reichen. Zurueck im Hostel mache ich mir ein Sandwich, setze mich auf die Couch, starre fuer mehrere Stunden einfach auf den unter die Decke geschraubten kleinen Fernseher und bin froh heute nichts mehr erleben zu muessen.
Samstag, 12. Januar 2008
Sir Edmund Hillary stirbt im Alter von 88 Jahren
Wellington - Der Erstbesteiger des Mount Everest, Sir Edmund Hillary, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Dies teilte die neuseeländische Premierministerin Helen Clark mit. Nach neuseeländischen Medienangaben starb Hillary im Spital in Auckland.
Eine Todesursache wurde zunächst nicht genannt. In den letzten Jahren hatte Hillary wiederholt gesundheitliche Probleme gehabt.
Hillary wurde am 20. Juli 1919 in Tuakau in der Nähe von Auckland geboren. Clark würdigte Hillary als den best bekannten Neuseeländer weltweit. Sein Tod sei ein grosser Verlust für das Land. Sir Edmund wurder 1953 von der britischen Königin zum Ritter geschlagen.
Hillary hatte den mit 8848 Meter höchsten Berg der Erde am 29. Mai 1953 zusammen mit dem aus der Volksgruppe der Sherpa stammenden Tensing Norgay bezwungen. Ein Jahr zuvor war eine Genfer Expedition 200 Meter unter dem Gipfel gescheitert. Mit Raymond Lambert war damals ebenfalls Tensing Norgay unterwegs. 1956 erreichten dann erstmals Schweizer Bergsteiger den höchsten Gipfel der Erde.
Hillary wurde mit der Everst-Besteigung über Nacht weltberühmt, ruhte sich auf den Lorbeeren aber nicht aus. So leitete er 1958 eine Expedition, die fast ein halbes Jahrhundert nach dem legendären Wettlauf zwischen Amundsen und Scott den Südpol erreichte.
Der Mount Everest ist einer der begehrtesten Achttausender. Mehr als 3000 Mal wurde der Berg bis heute erklettert. Mehr als 200 Bergsteiger starben seit den 20er Jahren bei Versuchen, den Gipfel zu erreichen.
Hillary betrachtete die wachsende Kommerzialisierung des Himalaya-Bergsteigens mit Sorge. Mit Abscheu geisselte er einen Landsmann, der im Mai 2006 einen halberfrorenen Engländer kurz vor dem Everest-Gipfel links liegen liess, um selbst den Gipfel zu erreichen statt zu helfen. Der Engländer starb. Tugenden wie Kameradschaft seien dem Ehrgeiz der Ich-Menschen gewichen, beklagte er.
Quelle: Swissinfo.ch
Eine Todesursache wurde zunächst nicht genannt. In den letzten Jahren hatte Hillary wiederholt gesundheitliche Probleme gehabt.
Hillary wurde am 20. Juli 1919 in Tuakau in der Nähe von Auckland geboren. Clark würdigte Hillary als den best bekannten Neuseeländer weltweit. Sein Tod sei ein grosser Verlust für das Land. Sir Edmund wurder 1953 von der britischen Königin zum Ritter geschlagen.
Hillary hatte den mit 8848 Meter höchsten Berg der Erde am 29. Mai 1953 zusammen mit dem aus der Volksgruppe der Sherpa stammenden Tensing Norgay bezwungen. Ein Jahr zuvor war eine Genfer Expedition 200 Meter unter dem Gipfel gescheitert. Mit Raymond Lambert war damals ebenfalls Tensing Norgay unterwegs. 1956 erreichten dann erstmals Schweizer Bergsteiger den höchsten Gipfel der Erde.
Hillary wurde mit der Everst-Besteigung über Nacht weltberühmt, ruhte sich auf den Lorbeeren aber nicht aus. So leitete er 1958 eine Expedition, die fast ein halbes Jahrhundert nach dem legendären Wettlauf zwischen Amundsen und Scott den Südpol erreichte.
Der Mount Everest ist einer der begehrtesten Achttausender. Mehr als 3000 Mal wurde der Berg bis heute erklettert. Mehr als 200 Bergsteiger starben seit den 20er Jahren bei Versuchen, den Gipfel zu erreichen.
Hillary betrachtete die wachsende Kommerzialisierung des Himalaya-Bergsteigens mit Sorge. Mit Abscheu geisselte er einen Landsmann, der im Mai 2006 einen halberfrorenen Engländer kurz vor dem Everest-Gipfel links liegen liess, um selbst den Gipfel zu erreichen statt zu helfen. Der Engländer starb. Tugenden wie Kameradschaft seien dem Ehrgeiz der Ich-Menschen gewichen, beklagte er.
Quelle: Swissinfo.ch
Regeneration
6:30 Uhr aufstehen.
Ah! Oh, das zieht! Ganz langsam die Beine aus dem Bett bringen. Aua! Verflucht, alles noch schlimmer als gestern. Ich komme mir vor als waere ich achtzig und laufe auch definitiv so. Ganz kleine tippelnde Schritte und jede Treppe wird zur ernsthaften Herausforderung.
Nur schnell den Mietwagen zurueck bringen und dann wieder ins Bett. Das ist der Plan und so wird's auch gemacht. Geht auch glatt ueber die Buehne und ich liege halb acht wieder im Bett.
Halb elf ist es dann aber auch vorbei mit schlafen. Passieren wird heute definitiv nichts mehr. Das ist mal klar. Schnell ein kleines Fruehstueck gemacht und dann ab in den Sommergarten um die letzten hundert Seiten von "Die Firma" zu lesen. Grisham gehoert normalerweise nicht zu meinen Favoriten, aber da es das einzige deutsche Buch im Hostel war und ich unbedingt wieder etwas lesen wollte blieb mir nichts anderes uebrig. Und so schlecht war es dann auch nicht. Fuer drei Tage zwischendurch genau das richtige.
OK, meine Waesche musste wieder mal gemacht werden. Aber zu mehr habe ich mich dann heute wirklich nicht mehr hinreisen lassen.
Ah! Oh, das zieht! Ganz langsam die Beine aus dem Bett bringen. Aua! Verflucht, alles noch schlimmer als gestern. Ich komme mir vor als waere ich achtzig und laufe auch definitiv so. Ganz kleine tippelnde Schritte und jede Treppe wird zur ernsthaften Herausforderung.
Nur schnell den Mietwagen zurueck bringen und dann wieder ins Bett. Das ist der Plan und so wird's auch gemacht. Geht auch glatt ueber die Buehne und ich liege halb acht wieder im Bett.
Halb elf ist es dann aber auch vorbei mit schlafen. Passieren wird heute definitiv nichts mehr. Das ist mal klar. Schnell ein kleines Fruehstueck gemacht und dann ab in den Sommergarten um die letzten hundert Seiten von "Die Firma" zu lesen. Grisham gehoert normalerweise nicht zu meinen Favoriten, aber da es das einzige deutsche Buch im Hostel war und ich unbedingt wieder etwas lesen wollte blieb mir nichts anderes uebrig. Und so schlecht war es dann auch nicht. Fuer drei Tage zwischendurch genau das richtige.
OK, meine Waesche musste wieder mal gemacht werden. Aber zu mehr habe ich mich dann heute wirklich nicht mehr hinreisen lassen.
Freitag, 11. Januar 2008
"Forgotten World Highway"
Der Berg ist bestiegen.
Wieder zurueck auf der Strasse ist das Wetter ploetzlich spitzenmaessig und wir gehen zum naechsten Punkt des Tagesprogramms ueber. Ausgehend von Stratdord verlaeuft der "Forgotten Word Highway" ueber vier Bergruecken und durch das mit alten Relikten der ersten Siedler versetzte und isolierte Hinterland. Ueber Whangamomona, Mt Damper Falls, Ahititi und Waitara legen wir so noch gute 200 Kilometer zurueck. Bei den Wasserfaellen fehlt allerdings jedem von uns die Kraft um die noch 20 Minuten Weg dorthin auf sich zu nehmen.
Nachdem noch schnell eingekauft, der Wagen wieder vollgetankt und etwas gegessen wurde gab es dann zurueck im Hostel endlich das lang ersehnte Gipfelbier. Das ein Polizeiwagen in der Auffahrt stand hatte mich schon etwas stutzig werden lassen. Und tatsaechlich hatte die besorgte Betreiberin die Polizei ueber unser bisheriges Fehlen informiert.
Das die Kiwis besonders hilfsbereite und nette Menschen sind haben sie mir heute nicht zum ersten Mal bewiesen.
Besteigung des Mount Taranaki
6:00 Uhr aufstehen.
Ich bin in der Kueche. Sandwich machen, Trinkblase fuellen und Suesskram einpacken. Kamera und Umhaengetasche geschnappt und los zur Autovermietung. Fuenf vor sieben stehen wir drei vor verschlossenen Tueren, muessen aber nur kurz warten und dann haben wir den Wagen. Das Wetter hat sich wohl noch nicht ganz entschlossen aber der Wetterbericht hat viel Sonne vorhergesagt. Uuuund los geht's. Obwohl ich ein paar Bedenken wegen dem Linksverkehr hatte klappt das Fahren auf Anhieb super. Die Gangschaltung auf der linken Seite ist zwar wirklich gewoehnungsbeduerftig aber auch das laeuft. Am Visitor Center Egmont North stelle ich den Wagen ab, wir tragen uns in das Buch fuer die Gipfelbesteigungen ein und wandern puenktlich um 8:00 Uhr los.
Bei bestem Wetter kommen wir gut voran und als ich ploetzlich vor gut 200 Metern nach oben fuehrender Treppen stehe denke ich schon, dass die Besteigung nicht gerade etwas Besonderes wird.
Die Treppen hoeren auf und ich stehe am Anfang eines ca. 300 Meter nun folgendem Geroellfeld. Im 2:1 Rhythmus gehts bergauf. Zwei Schritt nach oben, einen Schritt zurueck schlittern. Irgendwann ist auch das vorbei und der kommende Abschnitt muss groesstenteils kletternd bewaeltigt werden. Das gefaellt mir nun wieder viel mehr. Ich bin im Element und suche mir meine Griffe und Tritte. Aber irgendwie zieht sich dieser Part scheinbar ewig hin. Der Gipfel rueckt nur sehr langsam naeher.
11:50 Uhr stehe ich im mit Schnee vereisten Krater des Mt. Taranaki und geniesse erschoepft die atemberaubende Aussicht ueber den Wolken. Den mit gut 40 Meter hoeheren Anstieg zum eigentlichen Gipfel schenke ich mir da ich nicht die richtige Ausruestung habe um diese schneevereiste letzte Huerde zu nehmen.
Der Abstieg wird fast noch anstrengender. Die erschoepften Knochen klettern zurueck, schlittern eine Ewigkeit ueber das weite Geroellfeld, werden hunderte von Stufen herabsteigend nach unten getrieben denn zwei Wolkenfelder treffen mit einer irren Geschwindigkeit genau vor uns zusammen und pressen sich am Berg aufsteigend nach oben. Der Wind zerrt an mir und versucht mich staendig mit dem am Hang liegenden Kies bekannt zu machen. Auf dem folgenden Abschnitt beginne ich jeden Schritt in den Knochen zu spueren und weiss das der naechste Tag nicht gerade angenehm werden wird. Ziemlich genau acht Stunden spaeter stehen wir um 15:50 wieder am Visitor Center und tragen uns wieder aus dem Buch aus.
Ich bin in der Kueche. Sandwich machen, Trinkblase fuellen und Suesskram einpacken. Kamera und Umhaengetasche geschnappt und los zur Autovermietung. Fuenf vor sieben stehen wir drei vor verschlossenen Tueren, muessen aber nur kurz warten und dann haben wir den Wagen. Das Wetter hat sich wohl noch nicht ganz entschlossen aber der Wetterbericht hat viel Sonne vorhergesagt. Uuuund los geht's. Obwohl ich ein paar Bedenken wegen dem Linksverkehr hatte klappt das Fahren auf Anhieb super. Die Gangschaltung auf der linken Seite ist zwar wirklich gewoehnungsbeduerftig aber auch das laeuft. Am Visitor Center Egmont North stelle ich den Wagen ab, wir tragen uns in das Buch fuer die Gipfelbesteigungen ein und wandern puenktlich um 8:00 Uhr los.
Bei bestem Wetter kommen wir gut voran und als ich ploetzlich vor gut 200 Metern nach oben fuehrender Treppen stehe denke ich schon, dass die Besteigung nicht gerade etwas Besonderes wird.
Die Treppen hoeren auf und ich stehe am Anfang eines ca. 300 Meter nun folgendem Geroellfeld. Im 2:1 Rhythmus gehts bergauf. Zwei Schritt nach oben, einen Schritt zurueck schlittern. Irgendwann ist auch das vorbei und der kommende Abschnitt muss groesstenteils kletternd bewaeltigt werden. Das gefaellt mir nun wieder viel mehr. Ich bin im Element und suche mir meine Griffe und Tritte. Aber irgendwie zieht sich dieser Part scheinbar ewig hin. Der Gipfel rueckt nur sehr langsam naeher.
11:50 Uhr stehe ich im mit Schnee vereisten Krater des Mt. Taranaki und geniesse erschoepft die atemberaubende Aussicht ueber den Wolken. Den mit gut 40 Meter hoeheren Anstieg zum eigentlichen Gipfel schenke ich mir da ich nicht die richtige Ausruestung habe um diese schneevereiste letzte Huerde zu nehmen.
Der Abstieg wird fast noch anstrengender. Die erschoepften Knochen klettern zurueck, schlittern eine Ewigkeit ueber das weite Geroellfeld, werden hunderte von Stufen herabsteigend nach unten getrieben denn zwei Wolkenfelder treffen mit einer irren Geschwindigkeit genau vor uns zusammen und pressen sich am Berg aufsteigend nach oben. Der Wind zerrt an mir und versucht mich staendig mit dem am Hang liegenden Kies bekannt zu machen. Auf dem folgenden Abschnitt beginne ich jeden Schritt in den Knochen zu spueren und weiss das der naechste Tag nicht gerade angenehm werden wird. Ziemlich genau acht Stunden spaeter stehen wir um 15:50 wieder am Visitor Center und tragen uns wieder aus dem Buch aus.
| Mount Taranaki |
Donnerstag, 10. Januar 2008
New Plymouth
Das schlechte Wetter gestattet mir ein Besuch im sehr interessanten Museum von New Plymouth und so langsam bin ich fit in der Geschichte des Landes und seiner Ureinwohner.
Erst am Nachmittag beginnt sich das Wetter zu bessern. Mit einem guten Kaffee in der Hand schlendere ich etwas den Coastal Walk entlang und schaue ein paar lokalen Kuenstlern beim bearbeiten grosser Steinskulpturen zu.
Zusammen mit dem Belgier und einem Hollaender ueberlegen wir uns fuer den morgigen Tag ein Auto zu mieten um guenstiger zum Mount Taranaki zu kommen und spaeter noch den "Forgotten World Highway" abzufahren. Das Shuttle zum Berg wuerde naemlich jeden $40 kosten. Und die Autovermietungen sind hier recht guenstig.
Erst am Nachmittag beginnt sich das Wetter zu bessern. Mit einem guten Kaffee in der Hand schlendere ich etwas den Coastal Walk entlang und schaue ein paar lokalen Kuenstlern beim bearbeiten grosser Steinskulpturen zu.
Zusammen mit dem Belgier und einem Hollaender ueberlegen wir uns fuer den morgigen Tag ein Auto zu mieten um guenstiger zum Mount Taranaki zu kommen und spaeter noch den "Forgotten World Highway" abzufahren. Das Shuttle zum Berg wuerde naemlich jeden $40 kosten. Und die Autovermietungen sind hier recht guenstig.
Mittwoch, 9. Januar 2008
Stratford - New Plymouth
Die "Taranaki Accommodation Lodge" erscheint auch an diesem Morgen nicht an Waerme und Gemuetlichkeit gewonnen zu haben. Ein paar zwielichtige Gestalten, offensichtlich Sozialfaelle die hier guenstig untergekommen sind, treiben sich in der Kueche herum waehrend ich fruehstuecke.
Gestern abend habe ich hier noch einen jungen Reisenden aus Belgien kennengelernt und zusammen haben wir den Entschluss gefasst diesen Ort heute zu verlassen. Und das Wetter gibt uns recht. Es regnet in stroemen als wir uns auf den Weg an die Strasse machen um die knapp 40 Kilometer nach New Plymouth zu trampen. Wir trennen uns um die Chancen zu erhoehen. Nach 10 Minuten warten, der Belgier kommt auch gerade die Strasse hochgelaufen da er weiter unten wohl nicht den optimalen Standort hatte, haelt ein nettes australisches Paar an um uns mitzunehmen. Der Regen und mein zerknittertes Aeusseres haben sie wohl dazu veranlasst, da sie sonst nicht unbedingt die Leute dafuer sind, wie sie uns spaeter erzaehlen.
Es ist kurz nach 12:00 Uhr und wir sind im "Shoestring Backpackers" gelandet. Wieder ein herrliches Hostel mit toller Atmosphaere, einem gemuetlichen Aufenthaltsraum, Wintergarten und Terasse. Das Wetter bleibt leider eher bescheiden und ich schnappe mir ein Buch aus dem Regal und mache es mir bequem.
Gestern abend habe ich hier noch einen jungen Reisenden aus Belgien kennengelernt und zusammen haben wir den Entschluss gefasst diesen Ort heute zu verlassen. Und das Wetter gibt uns recht. Es regnet in stroemen als wir uns auf den Weg an die Strasse machen um die knapp 40 Kilometer nach New Plymouth zu trampen. Wir trennen uns um die Chancen zu erhoehen. Nach 10 Minuten warten, der Belgier kommt auch gerade die Strasse hochgelaufen da er weiter unten wohl nicht den optimalen Standort hatte, haelt ein nettes australisches Paar an um uns mitzunehmen. Der Regen und mein zerknittertes Aeusseres haben sie wohl dazu veranlasst, da sie sonst nicht unbedingt die Leute dafuer sind, wie sie uns spaeter erzaehlen.
Es ist kurz nach 12:00 Uhr und wir sind im "Shoestring Backpackers" gelandet. Wieder ein herrliches Hostel mit toller Atmosphaere, einem gemuetlichen Aufenthaltsraum, Wintergarten und Terasse. Das Wetter bleibt leider eher bescheiden und ich schnappe mir ein Buch aus dem Regal und mache es mir bequem.
Dienstag, 8. Januar 2008
Wellington - Stratford
Ausgeschlafen mache ich mich auf den Weg zum Bus nach Stratford. Draussen ist es dunkel wie die Nacht, na ja fast so schlimm. Die Wolken haengen praktisch bis auf die Strassen herunter und es nieselt mit gar unschoenem Wind dazu. Sechs Stunden spaeter komme ich gegen 16:00 Uhr in Stratford an und es sieht wettertechnisch wie zu meiner Abfahrt aus. Vom Mt. Taranaki ist weit und breit nichts zu sehen obwohl er eigentlich direkt vor der Haustuer des Hostels liegen muesste - es sind nur 23 Kilometer bis zum Parkeingang.
Das Hostel ist grottenschlecht und heruntergekommen. Der, mit bis zum Bauch aufgeknoepften Hemd, Besitzer versucht offensichtlich 24 Stunden 7 Tage die Woche keine unnoetige Bewegung zu machen und so verkommt der riesige Komplex immer mehr. Was anscheinend einmal ein Internat war und jetzt ein Backpacker ist besitzt soviel Flair wie eine umgekippte Tuete Mehl. Die wenigen Bars haben bereits um 21:00 Uhr geschlossen. Die Stadt ist tot. Man sieht hier auch keine Touristen. Ich werde das morgige Wetter abwarten und dann entscheiden wie es weiter geht.
Das Hostel ist grottenschlecht und heruntergekommen. Der, mit bis zum Bauch aufgeknoepften Hemd, Besitzer versucht offensichtlich 24 Stunden 7 Tage die Woche keine unnoetige Bewegung zu machen und so verkommt der riesige Komplex immer mehr. Was anscheinend einmal ein Internat war und jetzt ein Backpacker ist besitzt soviel Flair wie eine umgekippte Tuete Mehl. Die wenigen Bars haben bereits um 21:00 Uhr geschlossen. Die Stadt ist tot. Man sieht hier auch keine Touristen. Ich werde das morgige Wetter abwarten und dann entscheiden wie es weiter geht.
Montag, 7. Januar 2008
Motueka - Nelson - Picton - Wellington
Heute hiess es wieder frueh aufstehen und ab in den Bus. Um 8:00 Uhr habe ich, wie sich spaeter herausstellen wird, die Schoen-Wetter-Zone verlassen und mich auf den Weg zur Faehre nach Picton gemacht. Dort wurden um 13:15 Uhr die Anker eingeholt und um 16:30 im Hafen von Wellington wieder in die See gesenkt. Die Verpflegungssituation sah heute wieder nicht so wahnsinnig gut aus. Deshalb gab es am Abend beim Thai-Fast-Food mit Selbstbedienung einen riesigen Teller voller Leckereien. Mehr gibts heute leider nicht zu berichten da es ein reiner Reisetag war. Und morgen sieht es wohl nicht anders aus.
Samstag, 5. Januar 2008
Abel Tasman National Park
Laeuft eigentlich etwas falsch wenn man mindestens jeden zweiten Tag schon um 7:00 Uhr aufsteht, obwohl man doch eigentlich keine Verpflichtungen hat? Nur mal wieder so am Rande gefragt! :-)
Irgendwie will meine kleine Pechstraehne nicht abreisen. Obwohl ich doch gestern extra wieder einmal beim Friseur war! Aber keine Angst, der Bart ist immer noch dran. Wenn auch die nette Friseur-Lady mehrfach nachgefragt hat ob sie da nicht doch etwas tun sollte. Ich hab sie nett gebeten: "Please, leave your fingers from it!" Ist jetzt wahrscheinlich nicht das perfekte Englisch, aber sie hat es laechelnd verstanden. Aber zurueck zum Pech, es ist wohl so, dass die Agenturen keinen alleine lospaddeln lassen. Man muss mindestens zu zweit sein. Ich haette am Montag noch eine gefuehrte 3-Tages-Tour fuer knapp EUR 200,- machen koennen, aber das ist weniger Abenteuer fuer noch mehr Geld. Also wurde wieder heftig geplant und ich habe den gestrigen Tag halb im Internet verbracht um die diversen Bus- und Faehrtickets zu buchen. So fahre ich nun morgen von Motueka ueber Picton nach Wellington zurueck. Und Uebermorgen gehts dann nach Stratford, das in der Naehe vom Egmont National Park liegt. Fuer den habe ich naemlich jetzt noch Zeit bevor es nach Auckland geht.
Ach ja, so frueh bin ich heute aufgestanden um mich mit dem Boot von Marahau an der Bark Bay absetzen zu lassen. Von hier ging es in einer sechsstuendigen Wanderung auf dem Coastal Walk zurueck nach Marahau. Am Ende des Tages war ich froh wie alles gelaufen ist. Ich kann ohne Probleme an einem Fleck sitzen und stundenlang auf einen atemberaubenden Berg schauen. Aber bei Sand und Wasser will mir das irgendwie nicht gelingen. Auch wenn die Szenerie wie hier wieder traumhaft war, so hat es mir doch fuer einen Tag gereicht. Freue mich viel mehr noch einmal in die Berge zu kommen!
Irgendwie will meine kleine Pechstraehne nicht abreisen. Obwohl ich doch gestern extra wieder einmal beim Friseur war! Aber keine Angst, der Bart ist immer noch dran. Wenn auch die nette Friseur-Lady mehrfach nachgefragt hat ob sie da nicht doch etwas tun sollte. Ich hab sie nett gebeten: "Please, leave your fingers from it!" Ist jetzt wahrscheinlich nicht das perfekte Englisch, aber sie hat es laechelnd verstanden. Aber zurueck zum Pech, es ist wohl so, dass die Agenturen keinen alleine lospaddeln lassen. Man muss mindestens zu zweit sein. Ich haette am Montag noch eine gefuehrte 3-Tages-Tour fuer knapp EUR 200,- machen koennen, aber das ist weniger Abenteuer fuer noch mehr Geld. Also wurde wieder heftig geplant und ich habe den gestrigen Tag halb im Internet verbracht um die diversen Bus- und Faehrtickets zu buchen. So fahre ich nun morgen von Motueka ueber Picton nach Wellington zurueck. Und Uebermorgen gehts dann nach Stratford, das in der Naehe vom Egmont National Park liegt. Fuer den habe ich naemlich jetzt noch Zeit bevor es nach Auckland geht.
Ach ja, so frueh bin ich heute aufgestanden um mich mit dem Boot von Marahau an der Bark Bay absetzen zu lassen. Von hier ging es in einer sechsstuendigen Wanderung auf dem Coastal Walk zurueck nach Marahau. Am Ende des Tages war ich froh wie alles gelaufen ist. Ich kann ohne Probleme an einem Fleck sitzen und stundenlang auf einen atemberaubenden Berg schauen. Aber bei Sand und Wasser will mir das irgendwie nicht gelingen. Auch wenn die Szenerie wie hier wieder traumhaft war, so hat es mir doch fuer einen Tag gereicht. Freue mich viel mehr noch einmal in die Berge zu kommen!
![]() |
| Abel Tasman National Park |
Freitag, 4. Januar 2008
Motueka
Seit gestern bin ich in der kleinen Stadt ganz in der Naehe des Abel Tasman NP. Die naechsten Tage moechte ich einen fuenftaegigen Trip mit dem Kayak entlang der Traumstraende des Nationalparks machen. Nachdem ich in Greymouth zum ersten Mal in einem Kayak gesessen habe ist nun mein Interesse geweckt.
Dienstag, 1. Januar 2008
Greymouth
In einer schoenen Fahrt war ich heute von Ost nach West auf der Suedinsel von Christchurch nach Greymouth unterwegs. Die Ueberquerung der suedlichen Alpen am Arthur's Pass war nur eins der vielen kleinen Highlights. Wer hat sich das nur ausgedacht hier nur einen Monat zu bleiben? Aber gut, dass hatten wir ja schon. Silvester werde ich also hier an der Westkueste verbringen. Und es duerfte ziemlich ruhig werden, da die Stadt mit ihren 10.000 Einwohnern nicht gerade lebhaft ist. Dafuer ist das Hostel "Global Village" ein absoluter Glueckstreffer. Mit interessantem Kunsthandwerk stilvoll eingerichtet und seiner sehr angenehmen Atmosphaere verleitet es zum Faulenzen. Dazu tragen auch die Kayaks und das Spa nicht wenig bei.
Nach Mallorca duerfte Neuseeland demnaechst offizielles 18. Bundesland der Bundesrepublik Deutschland werden. Ich sag nur "Mann spricht Deutsch"!
Als Spruch des Tages moechte ich an dieser Stelle folgende Aussage einer Touristin (Ehefrau) in der Hostelkueche zitieren:
"Dou Vahdie, esch glowe des Gordn Bloeh is scho uewer! Des waerd isch mol liebor essn."
Fuer Alle die des saechsischen Dialekts maechtig sind sollte die Aussage deutlich geworden sein. Den Anderen moechte ich hier kurz helfen.
Uebersetzung:
"Du Vati, ich glaube, das Cordon Bleu ist nicht mehr ganz frisch! Das werde ich mal lieber essen."
Nach Mallorca duerfte Neuseeland demnaechst offizielles 18. Bundesland der Bundesrepublik Deutschland werden. Ich sag nur "Mann spricht Deutsch"!
Als Spruch des Tages moechte ich an dieser Stelle folgende Aussage einer Touristin (Ehefrau) in der Hostelkueche zitieren:
"Dou Vahdie, esch glowe des Gordn Bloeh is scho uewer! Des waerd isch mol liebor essn."
Fuer Alle die des saechsischen Dialekts maechtig sind sollte die Aussage deutlich geworden sein. Den Anderen moechte ich hier kurz helfen.
Uebersetzung:
"Du Vati, ich glaube, das Cordon Bleu ist nicht mehr ganz frisch! Das werde ich mal lieber essen."
Sonntag, 30. Dezember 2007
Christchurch
Es ist 11:00 Uhr und ich schlendere durch die Stadt um etwas zum Fruehstueck zu organisieren als mein Blick auf die lokale Zeitung faellt. Diese meldet, das Christchurch die Stadt mit der hoechsten Kriminalitaetsrate in Neuseeland ist. Ganz vorn stehen Einbruch und Autodiebstahl. Tagsueber wirkt alles sehr korrekt und aufgeraeumt, irgendwie britisch. Die Architektur der Stadt verleitet sicher etwas zu dieser Meinung.
Grosse Abenteuer habe ich in Christchurch nicht erlebt, zur Zeit bin ich aber sowieso etwas ruhiger unterwegs. Es laeuft nicht alles so wie geplant und momentan habe ich dadurch auch keine Lust mich zu ueberschlagen. Der Fotoapparat bleibt meistens im Hostel und ich schlendere nur etwas durch die Stadt und versuche das Tagesbudget nicht zu sprengen. Was wirklich schwer faaellt, da auch Christchurch nur aus Cafes und verfuehrerischen Sushi-Lokalen zu bestehen scheint.
Ich war eine Weile im Kunsthandwerks-Viertel unterwegs, doch obwohl es gerade einmal 15:00 Uhr war wurde schon wieder abgebaut. Scheint heute nicht mein Tag zu sein! Oder bereits die ganze Woche?
Grosse Abenteuer habe ich in Christchurch nicht erlebt, zur Zeit bin ich aber sowieso etwas ruhiger unterwegs. Es laeuft nicht alles so wie geplant und momentan habe ich dadurch auch keine Lust mich zu ueberschlagen. Der Fotoapparat bleibt meistens im Hostel und ich schlendere nur etwas durch die Stadt und versuche das Tagesbudget nicht zu sprengen. Was wirklich schwer faaellt, da auch Christchurch nur aus Cafes und verfuehrerischen Sushi-Lokalen zu bestehen scheint.
Ich war eine Weile im Kunsthandwerks-Viertel unterwegs, doch obwohl es gerade einmal 15:00 Uhr war wurde schon wieder abgebaut. Scheint heute nicht mein Tag zu sein! Oder bereits die ganze Woche?
Freitag, 28. Dezember 2007
Wellington - Te Papa Museum
Donnerstag, 27. Dezember 2007
National Park - Wellington
Ich stehe in dem absolut leblosem Ort und hoffe das heute wirklich ein Bus faehrt. Das in der Ferne grollende Gewitter und der staendige Regen wirken nicht gerade stimmungsaufhellend. Aber mit ein paar Minuten Verspaetung sitze ich wirklich im Bus. Die Fahrt fueht durch sehr schoene Landschaften mit Tausenden von Schafen in den Huegeln. Und ich bereue es sehr nicht mehr Zeit fuer dieses Land mitgebracht zu haben!
Es ist gegen 22:30 und ich steige im Hafenviertel von Wellington aus dem Bus und bin nach 5 Tagen in dem kleinen Ort National Park von Allem erschlagen. Es gibt unzaehlige Buslinien, eine Metro und eindeutig zu viele Strassen. Die Muedigkeit nagt an mir und ich versuche mit dem Plan der oeffentlichen Verkehrsmittel zurecht zu kommen. Nachdem ich mehrmals zwischen einem Stadtplan an der einen Strassenecke und den Fahrplaenen in der Wellington Station hin- und hergerannt bin sieht es doch ganz gut aus. Nur noch 10 Minuten auf den Bus warten und ich sollte so gut wie im Bett liegen.
Das YBH Youth Backpacker Hostel, dessen Flyer ich irgendwie in die Hand bekommen hatte, bietet mir das letzte Zimmer fuer EUR 25,- an. Leicht verstoert frage ich was denn aus dem Preis von 25,- NZ $ fuer den Schlafsaal geworden ist? Ich bekomme ein Laecheln und die Antwort, das der Preis nur mit Gutschein und in der Nebensaison gilt, geschenkt. Dann druckt so einen Mist nicht auf eure Flyer, denke ich mir, frage nach einer guenstigeren Unterkunft und bin raus. 100 Meter weiter finde ich im Base Backpacker ein Bett fuer 25,- NZ $. Als Schluessel gibt es eine Chipkarte und das junge Maedel an der Rezeption programmiert die mehrmals falsch. So renne ich voll bepackt insgesamt dreimal bis in den zweiten Stock und zurueck bis sich die Tuer fuer mich oeffnet. Es wird irgendwann nach Mitternacht bis ich in meinem Bett liege. Heute wird auf jeden Fall ausgeschlafen, sage ich mir, setze die Kopfhoerer auf und verschwinde.
Es ist gegen 22:30 und ich steige im Hafenviertel von Wellington aus dem Bus und bin nach 5 Tagen in dem kleinen Ort National Park von Allem erschlagen. Es gibt unzaehlige Buslinien, eine Metro und eindeutig zu viele Strassen. Die Muedigkeit nagt an mir und ich versuche mit dem Plan der oeffentlichen Verkehrsmittel zurecht zu kommen. Nachdem ich mehrmals zwischen einem Stadtplan an der einen Strassenecke und den Fahrplaenen in der Wellington Station hin- und hergerannt bin sieht es doch ganz gut aus. Nur noch 10 Minuten auf den Bus warten und ich sollte so gut wie im Bett liegen.
Das YBH Youth Backpacker Hostel, dessen Flyer ich irgendwie in die Hand bekommen hatte, bietet mir das letzte Zimmer fuer EUR 25,- an. Leicht verstoert frage ich was denn aus dem Preis von 25,- NZ $ fuer den Schlafsaal geworden ist? Ich bekomme ein Laecheln und die Antwort, das der Preis nur mit Gutschein und in der Nebensaison gilt, geschenkt. Dann druckt so einen Mist nicht auf eure Flyer, denke ich mir, frage nach einer guenstigeren Unterkunft und bin raus. 100 Meter weiter finde ich im Base Backpacker ein Bett fuer 25,- NZ $. Als Schluessel gibt es eine Chipkarte und das junge Maedel an der Rezeption programmiert die mehrmals falsch. So renne ich voll bepackt insgesamt dreimal bis in den zweiten Stock und zurueck bis sich die Tuer fuer mich oeffnet. Es wird irgendwann nach Mitternacht bis ich in meinem Bett liege. Heute wird auf jeden Fall ausgeschlafen, sage ich mir, setze die Kopfhoerer auf und verschwinde.
Mittwoch, 26. Dezember 2007
Faulenzertag
Es regnet den ganzen Tag und ich geniesse die Ruhe im Hostal. Ich nutze die Zeit um meine Waesche zu erledigen und fuer die Reiseplanung der naechsten Tage. Gluecklicherweise gibt es in meinem Hostel (NZ Backpackers) eine Kletterhalle. Zusammen mit Maja aus Dresden mache ich ein paar Routen und merke wie sehr mir die Kletterei fehlt!
Nebenbei bin ich recht froh heute nicht mehr unterwegs zu sein. Die Sicht ist gegen Null, es regnet ununterbrochen und es ist wesentlich kaelter als die letzten beiden Tage.
Morgen geht es gegen halb drei mit dem Bus nach Wellington um von dort mit der Faehre auf die Suedinsel zu kommen. Ich habe es nun dreimal online versucht einen Platz zu bekommmen. Meine Buchungen wurden jedesmal abgelehnt. Um die Weihnachts- und Neujahrstage scheint extrem viel Nachfrage zu bestehen und ich hoffe in Wellington das Ganze irgendwie noch geregelt zu bekommen.
Nebenbei bin ich recht froh heute nicht mehr unterwegs zu sein. Die Sicht ist gegen Null, es regnet ununterbrochen und es ist wesentlich kaelter als die letzten beiden Tage.
Morgen geht es gegen halb drei mit dem Bus nach Wellington um von dort mit der Faehre auf die Suedinsel zu kommen. Ich habe es nun dreimal online versucht einen Platz zu bekommmen. Meine Buchungen wurden jedesmal abgelehnt. Um die Weihnachts- und Neujahrstage scheint extrem viel Nachfrage zu bestehen und ich hoffe in Wellington das Ganze irgendwie noch geregelt zu bekommen.
Dienstag, 25. Dezember 2007
Northern Circuit - Tag 2
Der fruehe Vogel faengt den Wurm! Also krieche ich doch um 8:00 Uhr aus meinem Schlafsack um das leckere Fruehstueck, bestehend aus einem Becher Instant-Porridge und einer Banane, anzugehen. Schnell ist alles wieder gepackt und ich bin eine Stunde spaeter wieder unterwegs.
An der Waihohonu Hut komme ich halb zwoelf an. Nun wurde es kompliziert. Von den angegebenen Laufzeiten ausgehend rechnete ich damit den Trek in drei bis vier Tagen zu laufen. Bis zum Endpunkt, Whakapapa Village, waren es noch 16 Kilometer. Hier gibt es nichts weiter zu sehen und es wuerde ein ziemlich langweiliger Tag werden. Da ich bisher gut in der Zeit war entschied ich mich kurzerhand den Circuit in zwei Tagen zu laufen und machte mich so nach einer kurzen Pause wieder auf den Weg. Im Gegensatz zum gestrigen Tag war ich heute lange Strecken voellig allein unterwegs. Bei frischem Wind ging es heute einem Tal folgend durch viele kleine Wasserlaeufe. Jetzt konnten auch endlich die in Santiago neu gekauften Wanderschuhe mal zeigen fuer was sie gemacht wurden.
Die Tagesetappe von 24 Kilometern beende ich 6,5 Stunden nach dem Start um halb vier im Whakapapa Village. Obwohl es gluecklicherweise beide Tage trocken blieb war es weite Abschnitte recht bewoelkt oder kein schoenes Licht und ich habe die Kamera nicht so oft wie sonst gezogen. Spaetestens morgen sollte sich zeigen, dass es die richtige Entscheidung war. Um die $10 fuer den Transport nach National Park zu sparen habe ich es wieder einmal mit trampen versucht. Hat auch super geklappt. Ein nettes Paar, die auch ueberall unterwegs sind, hat mich mitgenommen. Spaeter hab ich sie noch einmal wieder getroffen und wir haben ein, zwei Stunden lang Reiseabenteuer ausgetauscht.
Da die letzten beiden Tage recht Schweisstreibend waren bin ich froh als ich unter der Dusche stehe. Mein Weihnachtsessen faellt mit ein paar Nudeln und einer Dose Thunfisch recht ueppig aus. ;-) Aber da mir so gar nicht nach Weihnachten zumute ist stoert es mich auch nicht.
Mt Ruapehu hat sich seit ich hier bin gekonnt hinter Wolken versteckt. Hier herrscht typisches Bergwetter und so gehe ich davon aus ihn wenigstens Nachts "mit runtergelassenen Hosen" zu erwischen. So habe ich mich gegen Mitternacht aufgemacht und das Ergebnis koennt ihr im Fotoalbum sehen. ;-)
An der Waihohonu Hut komme ich halb zwoelf an. Nun wurde es kompliziert. Von den angegebenen Laufzeiten ausgehend rechnete ich damit den Trek in drei bis vier Tagen zu laufen. Bis zum Endpunkt, Whakapapa Village, waren es noch 16 Kilometer. Hier gibt es nichts weiter zu sehen und es wuerde ein ziemlich langweiliger Tag werden. Da ich bisher gut in der Zeit war entschied ich mich kurzerhand den Circuit in zwei Tagen zu laufen und machte mich so nach einer kurzen Pause wieder auf den Weg. Im Gegensatz zum gestrigen Tag war ich heute lange Strecken voellig allein unterwegs. Bei frischem Wind ging es heute einem Tal folgend durch viele kleine Wasserlaeufe. Jetzt konnten auch endlich die in Santiago neu gekauften Wanderschuhe mal zeigen fuer was sie gemacht wurden.
Die Tagesetappe von 24 Kilometern beende ich 6,5 Stunden nach dem Start um halb vier im Whakapapa Village. Obwohl es gluecklicherweise beide Tage trocken blieb war es weite Abschnitte recht bewoelkt oder kein schoenes Licht und ich habe die Kamera nicht so oft wie sonst gezogen. Spaetestens morgen sollte sich zeigen, dass es die richtige Entscheidung war. Um die $10 fuer den Transport nach National Park zu sparen habe ich es wieder einmal mit trampen versucht. Hat auch super geklappt. Ein nettes Paar, die auch ueberall unterwegs sind, hat mich mitgenommen. Spaeter hab ich sie noch einmal wieder getroffen und wir haben ein, zwei Stunden lang Reiseabenteuer ausgetauscht.
Da die letzten beiden Tage recht Schweisstreibend waren bin ich froh als ich unter der Dusche stehe. Mein Weihnachtsessen faellt mit ein paar Nudeln und einer Dose Thunfisch recht ueppig aus. ;-) Aber da mir so gar nicht nach Weihnachten zumute ist stoert es mich auch nicht.
Mt Ruapehu hat sich seit ich hier bin gekonnt hinter Wolken versteckt. Hier herrscht typisches Bergwetter und so gehe ich davon aus ihn wenigstens Nachts "mit runtergelassenen Hosen" zu erwischen. So habe ich mich gegen Mitternacht aufgemacht und das Ergebnis koennt ihr im Fotoalbum sehen. ;-)
| Tongariro National Park |
Montag, 24. Dezember 2007
Northern Circuit - Tag 1
Wie immer, wenn es in die Natur geht, hiess es zeitig aufstehen um den Shuttle-Bus zum Mangatepopo Road End (1.200 Meter) nicht zu verpassen. Um 8:00 Uhr steige ich dort aus dem Bus und die Prozessionsaehnliche Wanderung konnte beginnen. Den ersten Tag laeuft man hier zusammen mit allen die das eintaegige Tongariro Crossing machen. Bei Zeiten viel mir auf, dass bereits einige Wanderer vor mir waren und es sollten auch noch viele hinter mir folgen. Da es oft nur einem schmalen Pfad folgend vorwaerts ging kam man sich wie im Supermarkt an der Kasse vor. Lass es bitte nicht den ganzen Tag so sein, dachte ich mir so! Die 700 Hoehenmeter hat jeder auf seine eigene Weise bewaeltigt. Der Anblick von ganzen Familien, die nur mit Sandalen an den Fuessen da hochkraxeln ruft allerdings nur Unverstaendnis hervor. Schliesslich ist auch das Crossing eine Alpine Wanderung und kein Spaziergang auf einer schoenen Sommerwiese.
Vom Pass (1.900 Meter) hat man einen tollen Blick auf den aktiven Red Crater. Der staendige Geruch von Schwefel und die Rauchfahnen liessen keine Zweifel darueber aufkommen. Den Blick auf die Emerald Lakes fand ich aber bei weitem noch schoener. Das sich reflektierende Sonnenlicht in den gruen-blauen Seen sah einfach fantastisch aus. Auf dem folgenden Abstieg ueber die schotterige Flanke gibt man leider viele Hohenmeter wieder ab um sie nach einer kleinen Ebene erneut zu bewaeltigen. Bis zur Ketetahi Hut, meinem eigentlichen Tagesziel, sollte es noch bis auf 1.400 Meter runter gehen. Die Huette erreichte ich aber bereits um 12:00 Uhr. Gut, erstmal einen Tee machen und die Aussicht auf den Lake Taupo geniessen.
Da die Huette kurz vor dem Ende des Crossings liegt fallen die Tageswanderer dort ein wie die Fliegen. Bisher sehr gut in der Zeit liegend entscheide ich mich kurzerhand einfach bis zur naechsten Huette weiterzulaufen. So gehe ich zwei Stunden spaeter den Aufstieg zurueck zu den Emerald Lakes an um die weiter oestlich liegende Oturere Hut zu erreichen. Der Weg fuehrt einen anstrengenden Geroellhang hinab, durch zerklueftete Lavalandschaft und eine kleine Wueste. Die Huette erreiche ich gegen 16:00 und habe so die ersten 17 Kilometer hinter mir. Zuegig baue ich mein Zelt auf. In der recht vollen Huette kommt schnell Stimmung auf und es wird ein gemuetlicher Abend in einer recht bizarren Landschaft.
Vom Pass (1.900 Meter) hat man einen tollen Blick auf den aktiven Red Crater. Der staendige Geruch von Schwefel und die Rauchfahnen liessen keine Zweifel darueber aufkommen. Den Blick auf die Emerald Lakes fand ich aber bei weitem noch schoener. Das sich reflektierende Sonnenlicht in den gruen-blauen Seen sah einfach fantastisch aus. Auf dem folgenden Abstieg ueber die schotterige Flanke gibt man leider viele Hohenmeter wieder ab um sie nach einer kleinen Ebene erneut zu bewaeltigen. Bis zur Ketetahi Hut, meinem eigentlichen Tagesziel, sollte es noch bis auf 1.400 Meter runter gehen. Die Huette erreichte ich aber bereits um 12:00 Uhr. Gut, erstmal einen Tee machen und die Aussicht auf den Lake Taupo geniessen.
Da die Huette kurz vor dem Ende des Crossings liegt fallen die Tageswanderer dort ein wie die Fliegen. Bisher sehr gut in der Zeit liegend entscheide ich mich kurzerhand einfach bis zur naechsten Huette weiterzulaufen. So gehe ich zwei Stunden spaeter den Aufstieg zurueck zu den Emerald Lakes an um die weiter oestlich liegende Oturere Hut zu erreichen. Der Weg fuehrt einen anstrengenden Geroellhang hinab, durch zerklueftete Lavalandschaft und eine kleine Wueste. Die Huette erreiche ich gegen 16:00 und habe so die ersten 17 Kilometer hinter mir. Zuegig baue ich mein Zelt auf. In der recht vollen Huette kommt schnell Stimmung auf und es wird ein gemuetlicher Abend in einer recht bizarren Landschaft.
Abonnieren
Posts (Atom)

