Gestern sind wir nach ein paar Ruhetagen in Cusco weiter nach Puno gefahren. Gegen 6:00 Uhr in der Früh steigen wir aus dem Bus und haben auch gleich wieder die Möglichkeit einen Ausflug auf die Isla del Sol oder ein anderes der vielen ansprechenden Ziele zu buchen. Klar, wenn es mir nicht negativ ausgelegt wird, das ich gleich im stehen einschlafe! Wo kann ich unterschreiben? Mann, ich will doch einfach nur noch schlafen wenn ich aus dem Bus stolpere! Da interessieren mich weder knallbunte und hektisch in mein Gesicht flatternde Flyer noch die blumigsten Ausschmückungen über das Ausflugsziel oder ob jemand ganz speziell für mich den besten Preis der Stadt hat.
Wir haben ein ziemlich ungemütliches Hostel in dieser weniger schönen Stadt für einen Tag bezogen. Dort gab es zum Glück aber gleich noch Frühstück für uns. Wir sind wieder auf unserem Zimmer und haben schon eine gemütliche Schlafposition eingenommen, als es klopft und ein Taxifahrer vom Busterminal plötzlich in unserer Tür steht. Er war ein ganz hartnäckiger Fall und offensichtlich in der Stimmung uns gleich auf einen wunderschönen Ausflug zu entführen. Da er Deutsch konnte haben wir uns überschwenglich in unserer Muttersprache bei ihm für seine noble Offerte bedankt, die Tür und Augen zugemacht und versucht zu schlafen. Zeitgleich erwacht die Stadt, infernalisches Taxigehupe mischt sich unter mehrere Fanfarenzüge, die warum auch immer natürlich an unserem Fenster vorbeiziehen. Irgendein fliegender Händler versucht 10 Einheiten einer mir unbekannten Ware für einen Boliviano unter Zuhilfenahme einer plärrenden Melodie aus einem Plastikmegaphon an den Mann zu bringen. Er steht direkt unter unserem Fenster. Ich denke nur noch, das muss ein ganz böser Traum sein und warte schliesslich noch ein paar Stunden auf den Schlaf. Gegen 18:00 Uhr machen wir uns auf und essen wieder einmal das kostengünstige Cena-Menue (Abendmenü). Noch am Abend fällt die Entscheidung morgen gleich weiter nach Copacabana (Bolivien) zu fahren.
Dienstag, 30. Oktober 2007
Samstag, 27. Oktober 2007
Machu Picchu
4:33 Uhr
Mist!
Verschlafen.
Wen wundert's? Mich nicht! Der Schlaf kam spät und die Nacht war verdammt kurz. Mehr oder weniger schnell die Klamotten angezogen, Zähne geputzt, Kamera geschnappt und ab auf den Weg. Es ist 5:00 Uhr. Wir kommen schnellen Schrittes zügig aus dem kleinen und von Bergen umzingelten Dorf heraus als wir auch schon die erste grössere Gruppe Gleichgesinnter vor uns sehen. Wir erhöhen unsere Schrittfrequenz und überholen die Gruppe gerade als wir vor den Stufen, von denen noch unzählige mehr auf uns warteten, ankommen. Die fortschreitende Morgendämmerung mit der ebenso dahin eilenden Uhrzeit abgleichend beginne ich die Treppen hochzuhetzen. Mario bringt mich zur Vernunft indem er sagt, das ich so nie oben ankomme. Im Zick-Zack-Rhythmus hecheln wir die Stufen hinauf. Ohne Frühstück und ohne etwas getrunken zu haben fühle ich mich schnell einem Herzstillstand nahe. Der Schweiss fliesst mir die Beine runter, brennt in den Augen. Ich muss die Brille abnehmen, die hohe Luftfeuchte lässt die Optik sofort beschlagen. Dem rapiden Flüssigkeitsverlust versuche ich mit grossen Schlucken aus meiner 2-Liter-Flasche Wasser entgegenzuwirken. Anscheinend vergeblich. Die Hose und das T-Schirt sind klatschnass. Nach einer halben Stunde werden die Beine immer schwerer, ich muss ständig kurze Pausen machen, und ich frage mich ob ich noch ganz "sauber" bin? Warum ich mir das antue? Schwer zu sagen, aber oben anzukommen, völlig ausgepowert und nicht einfach den Bus genommen zu haben, hat etwas Befriedigendes! Es ist kurz vor 6:00, die ersten Busse haben uns vor wenigen Sekunden über die Strasse eingeholt, als wir gut 400m höher am Eingang ankommen. Wir sehen knapp 100 Menschen bereits vor uns stehen und glauben zu spinnen. Taumelnd und am ganzen Körper dampfend reihen wir uns in die Warteschlange ein. Gegen 6:15 sind wir drinnen. Und es geht weiter über Treppen nach oben. Ich will nicht mehr. Wir schleppen uns zu einem recht guten Aussichtspunkt oberhalb der Anlage und ruhen kurz aus. Danach hört man für eine halbe Stunde nur noch das Auslösen unserer Kameras. Anschliessend setzen wir uns hin, verputzen Bananen und Kekse und geniessen für gut zwei Stunden diesen einfach nur genialen Ausblick!
Nachdem wir uns davon lösen können wandern wir noch zur Inka-Brücke und später zum Sonnentor. Wir essen unsere letzten Kekse und zwei ungewaschene Äpfel. Was sich später noch als sehr unklug erweisen sollte. Erst kurz vor Mittag, es ist jetzt unglaublich voll, kommen wir dazu uns die Ruinen aus der Nähe anzusehen. Die Mittagssonne treibt uns unter einen der wenigen schattenspendenen Unterstände. Hier werden wir immer wieder von Schulklassen als ebenso interessantes Motiv wie Machu Picchu entdeckt und dürfen für unzählige Aufnahmen mit uns umringenden Mädchen in deren Kameras lächeln. Kurz vor 18:00 Uhr verlassen wir diesen beeindruckenden Ort wieder. Die letzten zwölf Stunden scheinen wie im Flug vergangen zu sein und ich würde gern morgen noch einmal hierher zurückkehren.
Der Rückweg dauert keine Stunde, treibt uns aber wieder genauso den Schweiss auf die Stirn. Zurück in Aguas Calientes gibt es im Markt erstmal ein Glas frisch gepressten Orangensaft. Danach essen wir dort noch mehr oder weniger gut, wenigstens ist es wieder billig und fallen danach im Hostel auf unsere Betten.
Mist!
Verschlafen.
Wen wundert's? Mich nicht! Der Schlaf kam spät und die Nacht war verdammt kurz. Mehr oder weniger schnell die Klamotten angezogen, Zähne geputzt, Kamera geschnappt und ab auf den Weg. Es ist 5:00 Uhr. Wir kommen schnellen Schrittes zügig aus dem kleinen und von Bergen umzingelten Dorf heraus als wir auch schon die erste grössere Gruppe Gleichgesinnter vor uns sehen. Wir erhöhen unsere Schrittfrequenz und überholen die Gruppe gerade als wir vor den Stufen, von denen noch unzählige mehr auf uns warteten, ankommen. Die fortschreitende Morgendämmerung mit der ebenso dahin eilenden Uhrzeit abgleichend beginne ich die Treppen hochzuhetzen. Mario bringt mich zur Vernunft indem er sagt, das ich so nie oben ankomme. Im Zick-Zack-Rhythmus hecheln wir die Stufen hinauf. Ohne Frühstück und ohne etwas getrunken zu haben fühle ich mich schnell einem Herzstillstand nahe. Der Schweiss fliesst mir die Beine runter, brennt in den Augen. Ich muss die Brille abnehmen, die hohe Luftfeuchte lässt die Optik sofort beschlagen. Dem rapiden Flüssigkeitsverlust versuche ich mit grossen Schlucken aus meiner 2-Liter-Flasche Wasser entgegenzuwirken. Anscheinend vergeblich. Die Hose und das T-Schirt sind klatschnass. Nach einer halben Stunde werden die Beine immer schwerer, ich muss ständig kurze Pausen machen, und ich frage mich ob ich noch ganz "sauber" bin? Warum ich mir das antue? Schwer zu sagen, aber oben anzukommen, völlig ausgepowert und nicht einfach den Bus genommen zu haben, hat etwas Befriedigendes! Es ist kurz vor 6:00, die ersten Busse haben uns vor wenigen Sekunden über die Strasse eingeholt, als wir gut 400m höher am Eingang ankommen. Wir sehen knapp 100 Menschen bereits vor uns stehen und glauben zu spinnen. Taumelnd und am ganzen Körper dampfend reihen wir uns in die Warteschlange ein. Gegen 6:15 sind wir drinnen. Und es geht weiter über Treppen nach oben. Ich will nicht mehr. Wir schleppen uns zu einem recht guten Aussichtspunkt oberhalb der Anlage und ruhen kurz aus. Danach hört man für eine halbe Stunde nur noch das Auslösen unserer Kameras. Anschliessend setzen wir uns hin, verputzen Bananen und Kekse und geniessen für gut zwei Stunden diesen einfach nur genialen Ausblick!
Nachdem wir uns davon lösen können wandern wir noch zur Inka-Brücke und später zum Sonnentor. Wir essen unsere letzten Kekse und zwei ungewaschene Äpfel. Was sich später noch als sehr unklug erweisen sollte. Erst kurz vor Mittag, es ist jetzt unglaublich voll, kommen wir dazu uns die Ruinen aus der Nähe anzusehen. Die Mittagssonne treibt uns unter einen der wenigen schattenspendenen Unterstände. Hier werden wir immer wieder von Schulklassen als ebenso interessantes Motiv wie Machu Picchu entdeckt und dürfen für unzählige Aufnahmen mit uns umringenden Mädchen in deren Kameras lächeln. Kurz vor 18:00 Uhr verlassen wir diesen beeindruckenden Ort wieder. Die letzten zwölf Stunden scheinen wie im Flug vergangen zu sein und ich würde gern morgen noch einmal hierher zurückkehren.
Der Rückweg dauert keine Stunde, treibt uns aber wieder genauso den Schweiss auf die Stirn. Zurück in Aguas Calientes gibt es im Markt erstmal ein Glas frisch gepressten Orangensaft. Danach essen wir dort noch mehr oder weniger gut, wenigstens ist es wieder billig und fallen danach im Hostel auf unsere Betten.
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| Machu Picchu |
Freitag, 26. Oktober 2007
Ollantaytambo und Aguas Calientes
In Ollantaytambo findet man noch sehr viele Hinweise auf die alte Bauweise der Inkas. Die Gassen sind vielleicht einen Meter breit und viele Gebäude zeigen als Fundament die von den Inkas perfekt ineinander gefügten Steine. Darauf wurden die heutigen Häuser errichtet.
Frühstück essen wir in einem Hinterhof von einem kleinen Lokal, da wir an der frischen Luft sitzen wollen und ausserdem eine Schulklasse gerade im Inneren ihr Frühstück in Form von Spaghettis verputzt. Zurück zum mehr als interessanten Leben im Innenhof, an der Wand hängt die Hälfte von dem was vielleicht einmal ein Schwein war, was ich anhand der kurzen Beine einfach mal vermute. Direkt neben uns wäscht eine Frau in einer kleinen Plastikwanne die Wäsche. Zu uns an den Tisch setzt sich ein vielleicht Zehnjähriger der den Kleinsten der Familie beaufsichtigt. Auf dem Boden kauernd kocht ein Mann in diversen Töpfen undefinierbare Gerichte zusammen während die Tochter sich um unser Frühstück bemüht. Die ganze Zeit springen zwischen uns mehrere Hunde der verschiedensten Rassen herum. Wie wir es oft machen bringe ich unser Geschirr in die Küche und die Mutter bedankt sich bei mir und meint mit einem Lächeln, das ich hier gebraucht werden könnte. Das ich ihr Gesagtes verstehe zeigt mir, das mein Spanisch langsam auch besser wird.
Jetzt sind wir auch bereit für die nächsten Ruinen. Einige Terassenfelder hinauf und ein paar Stufen weiter stehen wir vor sechs riesigen sehr sorgfältig bearbeiteten Steinblöcken. In einem Museum wurde gezeigt, das die Inkas rundgeschliffene Steinkugeln zum transportieren grösserer Gegenstände genutzt haben. Das Rad kannten sie nicht. An vielen Steinblöcken sieht man auch so eine Art Henkel die ein leichteres Tragen ermöglichten. Unterhalb der Anlage befindet sich das sogenannte Baño de la Ñusta - das Bad der Prinzessin - aus grauem Granit. Hier findet man ein ausgeklügeltes Wassersystem und zahlreiche Becken. Genauso beeindruckend sind die in den harten Fels geschnittenen Sitze die absolut eben und glatt poliert sind.
Um 20:15 fahren wir mit dem Backpacker Nachtzug von Ollantaytambo nach Aguas Calientes um am nächsten Tag Machu Picchu zu erleben. Irgendwie braucht der kleine Zug dafür gute 40 Minuten länger als es im Fahrplan vermerkt ist und wir sind froh, das wir unsere Eintrittskarten für den nächsten Tag bereits gekauft haben. Mittlerweile haben wir auch gelernt selbst in touristischen Hochburgen recht günstig zu leben. Die auf uns einstürzenden Fänger der Hostels wimmeln wir erstmal alle ab. Einer bleibt hartnäckig und verlangt insgesamt Sol 40,- pro Nacht. Wir wissen das noch keine Hauptsaison ist, schenken ihm ein Lächeln und bieten im Sol 20,- die er dann auch akzeptiert. Man kann also erahnen welche Preisspannen hier bestehen. Das Hostel liegt dann auch ganz mahlerisch zwischen dem reisenden und dementsprechend lauten Fluss Vilcanota auf der einen und der Bahnlinie auf der anderen Seite. Sobald eine Zug vorbeirattert erbebt das ganze Gebäude und die Geräuschkulisse erreicht ungeahnte Dimensionen. Bis wir ins Bett kommen ist es 0:45 Uhr und wir wollen/müssen um 4:00 Uhr bereits wieder aufstehen um Machu Picchu im Licht der aufgehenden Sonne zu fotografieren.
Frühstück essen wir in einem Hinterhof von einem kleinen Lokal, da wir an der frischen Luft sitzen wollen und ausserdem eine Schulklasse gerade im Inneren ihr Frühstück in Form von Spaghettis verputzt. Zurück zum mehr als interessanten Leben im Innenhof, an der Wand hängt die Hälfte von dem was vielleicht einmal ein Schwein war, was ich anhand der kurzen Beine einfach mal vermute. Direkt neben uns wäscht eine Frau in einer kleinen Plastikwanne die Wäsche. Zu uns an den Tisch setzt sich ein vielleicht Zehnjähriger der den Kleinsten der Familie beaufsichtigt. Auf dem Boden kauernd kocht ein Mann in diversen Töpfen undefinierbare Gerichte zusammen während die Tochter sich um unser Frühstück bemüht. Die ganze Zeit springen zwischen uns mehrere Hunde der verschiedensten Rassen herum. Wie wir es oft machen bringe ich unser Geschirr in die Küche und die Mutter bedankt sich bei mir und meint mit einem Lächeln, das ich hier gebraucht werden könnte. Das ich ihr Gesagtes verstehe zeigt mir, das mein Spanisch langsam auch besser wird.
Jetzt sind wir auch bereit für die nächsten Ruinen. Einige Terassenfelder hinauf und ein paar Stufen weiter stehen wir vor sechs riesigen sehr sorgfältig bearbeiteten Steinblöcken. In einem Museum wurde gezeigt, das die Inkas rundgeschliffene Steinkugeln zum transportieren grösserer Gegenstände genutzt haben. Das Rad kannten sie nicht. An vielen Steinblöcken sieht man auch so eine Art Henkel die ein leichteres Tragen ermöglichten. Unterhalb der Anlage befindet sich das sogenannte Baño de la Ñusta - das Bad der Prinzessin - aus grauem Granit. Hier findet man ein ausgeklügeltes Wassersystem und zahlreiche Becken. Genauso beeindruckend sind die in den harten Fels geschnittenen Sitze die absolut eben und glatt poliert sind.
Um 20:15 fahren wir mit dem Backpacker Nachtzug von Ollantaytambo nach Aguas Calientes um am nächsten Tag Machu Picchu zu erleben. Irgendwie braucht der kleine Zug dafür gute 40 Minuten länger als es im Fahrplan vermerkt ist und wir sind froh, das wir unsere Eintrittskarten für den nächsten Tag bereits gekauft haben. Mittlerweile haben wir auch gelernt selbst in touristischen Hochburgen recht günstig zu leben. Die auf uns einstürzenden Fänger der Hostels wimmeln wir erstmal alle ab. Einer bleibt hartnäckig und verlangt insgesamt Sol 40,- pro Nacht. Wir wissen das noch keine Hauptsaison ist, schenken ihm ein Lächeln und bieten im Sol 20,- die er dann auch akzeptiert. Man kann also erahnen welche Preisspannen hier bestehen. Das Hostel liegt dann auch ganz mahlerisch zwischen dem reisenden und dementsprechend lauten Fluss Vilcanota auf der einen und der Bahnlinie auf der anderen Seite. Sobald eine Zug vorbeirattert erbebt das ganze Gebäude und die Geräuschkulisse erreicht ungeahnte Dimensionen. Bis wir ins Bett kommen ist es 0:45 Uhr und wir wollen/müssen um 4:00 Uhr bereits wieder aufstehen um Machu Picchu im Licht der aufgehenden Sonne zu fotografieren.
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| Ollantayta |
Donnerstag, 25. Oktober 2007
Urubamba
Mit Sol 7,- weniger in der Reisekasse und 1,5 Stunden später sind wir in Urubamba aus dem Bus gestiegen. Keine 10 Minuten Busfahrt hinter Cusco kann man wieder Familien beim Wäschewaschen im Fluss beobachten und die Gebäude sind auch nicht mehr aus Stein sondern mit Lehmziegeln gebaut. Wer es sich leisten kann hat ein Dach aus Wellblech. Die Menschen leben ausschliesslich von der Landwirtschaft.
Da es schon wieder nach 14:00 war wurde es auch Zeit noch schnell ein billiges Mittagsmenue für Sol 5,- zu verputzen. Am Busterminal wollten wir unsere Weiterfahrt am Abend klären. Als wir noch einmal nachfragen ob wir auf dem richtigen Weg sind bescheren uns 3 Männer, die einen Bus reparieren, das zweite negative Erlebnis des Tages. Ganz bewusst schicken sie uns zuerst genau in die aus der wir kamen. Erst als der Dritte anscheinend meint, die Anderen sollten den Quatsch lassen, bekommen wir eine brauchbare Antwort. Keine Ahnung was heute los ist, bisher sind uns die Peruaner sehr freundlich und aufgeschlossen begegnet. Aber Spassvögel gibt es halt überall. Vom Busbahnhof fahren wir, zum ersten Mal mit einer Motorrad-Rickscha, weiter nach Tarabamba. Wir wollen uns das Dorf Pichingoto und die über 5.000 terassenförmigen Salzfelder, die bereits die Inkas genutzt haben, ganz in der Nähe anschauen. Laut unserem Footprint soll Pichingoto direkt unter einem überhängenden Cliff liegen. Das Dorf haben wir gefunden, das Cliff war weit und breit nicht zu sehen.
Wir folgen dem Weg oberhalb der Salzbecken und stehen plötzlich vor einem Tor und sehen trotz der Abgelegenheit auch wieder einen Reisebus. Als wir durch das Tor treten fliegt auch gleich ein emsiger Abkassierer mit blutunterlaufenen Augen auf uns zu und möchte von uns Sol 10 für den Eintritt haben. Wir lehnen dankbar ab und machen einfach wieder ein paar Schritte zurück hinter das Tor. Immer noch sichtlich erregt über unsere anscheinend recht legere Lösung kommt er wenige Minuten später erneut zu uns herüber und fordert uns auf zu gehen, da dies ein Privatweg sei. Wir erklären ihm, das dieser Weg im Reiseführer erwähnt sei und auch nirgends ein entsprechendes Hinweisschild zu entdecken war. Wir schinden 5 Minuten heraus um von der Stelle noch ein paar Fotos zu machen, wissen aber bereits, das die besseren Möglichkeiten noch auf dem Rückweg auf uns warten. Ich gehe davon aus, das die Arbeiter auf diesen Salzfeldern nicht viel verdienen, glaube aber genauso, das sie von den Eintrittsgeldern keinen Centimo sehen und ich kann und will vor allem nicht für jede sogenannte Touristenattraktion bezahlen müssen. Auch wenn Sol 5,- für mich nur etwas mehr als ein Euro sind sehe ich nicht ein, warum ich für ein paar Meter zu einem Café direkt über den Salzbecken, zudem ich überhaupt nicht möchte, und zwei Stegen auf denen der Pauschaltourist herumtrampeln darf, bezahlen soll.
Zurück an der Strasse erwischen wir gleich einen Kleinbus, der uns nach Ollantaytambo bringt. Meistens essen wir in den Lokalen der Einheimischen oder auf den Märkten. Dort wird meistens das Menue Economico (für 0,80-1,20 EUR) angeboten. Dafür bekommt man eine oft sehr gute Suppe, ein recht einfaches Reisgericht, ein Getränk und manchmal noch einen Nachtisch. Wir sind meistens die einzigen Touristen an diesen Orten und viele der Einheimischen nicken uns dann freundlich zu und fangen ein Gespräch an. Immer wieder werden wir gebeten uns fotografieren zu lassen. Anscheinend sind wir für die Menschen hier genauso interessant wie sie für uns. Heute gehen wir aber seit langem mal wieder etwas "gehobener" für 3 Euro essen. Die Burritos sind sehr gut. Für das Bier zum Essen bleiben wir aber zu knauserig und holen es uns später in einem kleinen Laden. Auf dem Dorfplatz übt eine Gruppe kleiner Kinder, alle vielleicht zwischen vier und sechs Jahre alt, eifrig ihren Tanz für das kommende Fest und vereinzelt erteilt der Lehrer streng Anweisungen. Aber alle sind ganz konzentriert dabei und mittlerweile ist es bereits gegen 21:00 Uhr. Es ist mir aber schon oft aufgefallen, das Kinder hier einen ganz anderen Tagesablauf haben als z.B. in Deutschland. Viele, aber lange nicht alle, sind bis um zwölf in der Schule und danach müssen sie jeden Tag bis spät in die Nacht im kleinen Verkaufsstand der Eltern mitarbeiten, sind Schuhputzer oder ziehen vielleicht bettelnd durch die Strassen. Viele der kleinen Stände sind rund um die Uhr geöffnet, da ist es keine Seltenheit, wenn das Kleinkind einfach auf dem Boden in eine Decke gewickelt zum Schlafen gelegt wird. Und auf unseren Nachtfahrten sehen wir oft noch nach Mitternacht Kleinkinder auf den Strassen umher rennen. Trotzdem scheinen sie glücklich zu sein und es wird zu jeder Gelegenheit viel gelacht.
Da es schon wieder nach 14:00 war wurde es auch Zeit noch schnell ein billiges Mittagsmenue für Sol 5,- zu verputzen. Am Busterminal wollten wir unsere Weiterfahrt am Abend klären. Als wir noch einmal nachfragen ob wir auf dem richtigen Weg sind bescheren uns 3 Männer, die einen Bus reparieren, das zweite negative Erlebnis des Tages. Ganz bewusst schicken sie uns zuerst genau in die aus der wir kamen. Erst als der Dritte anscheinend meint, die Anderen sollten den Quatsch lassen, bekommen wir eine brauchbare Antwort. Keine Ahnung was heute los ist, bisher sind uns die Peruaner sehr freundlich und aufgeschlossen begegnet. Aber Spassvögel gibt es halt überall. Vom Busbahnhof fahren wir, zum ersten Mal mit einer Motorrad-Rickscha, weiter nach Tarabamba. Wir wollen uns das Dorf Pichingoto und die über 5.000 terassenförmigen Salzfelder, die bereits die Inkas genutzt haben, ganz in der Nähe anschauen. Laut unserem Footprint soll Pichingoto direkt unter einem überhängenden Cliff liegen. Das Dorf haben wir gefunden, das Cliff war weit und breit nicht zu sehen.
Wir folgen dem Weg oberhalb der Salzbecken und stehen plötzlich vor einem Tor und sehen trotz der Abgelegenheit auch wieder einen Reisebus. Als wir durch das Tor treten fliegt auch gleich ein emsiger Abkassierer mit blutunterlaufenen Augen auf uns zu und möchte von uns Sol 10 für den Eintritt haben. Wir lehnen dankbar ab und machen einfach wieder ein paar Schritte zurück hinter das Tor. Immer noch sichtlich erregt über unsere anscheinend recht legere Lösung kommt er wenige Minuten später erneut zu uns herüber und fordert uns auf zu gehen, da dies ein Privatweg sei. Wir erklären ihm, das dieser Weg im Reiseführer erwähnt sei und auch nirgends ein entsprechendes Hinweisschild zu entdecken war. Wir schinden 5 Minuten heraus um von der Stelle noch ein paar Fotos zu machen, wissen aber bereits, das die besseren Möglichkeiten noch auf dem Rückweg auf uns warten. Ich gehe davon aus, das die Arbeiter auf diesen Salzfeldern nicht viel verdienen, glaube aber genauso, das sie von den Eintrittsgeldern keinen Centimo sehen und ich kann und will vor allem nicht für jede sogenannte Touristenattraktion bezahlen müssen. Auch wenn Sol 5,- für mich nur etwas mehr als ein Euro sind sehe ich nicht ein, warum ich für ein paar Meter zu einem Café direkt über den Salzbecken, zudem ich überhaupt nicht möchte, und zwei Stegen auf denen der Pauschaltourist herumtrampeln darf, bezahlen soll.
Zurück an der Strasse erwischen wir gleich einen Kleinbus, der uns nach Ollantaytambo bringt. Meistens essen wir in den Lokalen der Einheimischen oder auf den Märkten. Dort wird meistens das Menue Economico (für 0,80-1,20 EUR) angeboten. Dafür bekommt man eine oft sehr gute Suppe, ein recht einfaches Reisgericht, ein Getränk und manchmal noch einen Nachtisch. Wir sind meistens die einzigen Touristen an diesen Orten und viele der Einheimischen nicken uns dann freundlich zu und fangen ein Gespräch an. Immer wieder werden wir gebeten uns fotografieren zu lassen. Anscheinend sind wir für die Menschen hier genauso interessant wie sie für uns. Heute gehen wir aber seit langem mal wieder etwas "gehobener" für 3 Euro essen. Die Burritos sind sehr gut. Für das Bier zum Essen bleiben wir aber zu knauserig und holen es uns später in einem kleinen Laden. Auf dem Dorfplatz übt eine Gruppe kleiner Kinder, alle vielleicht zwischen vier und sechs Jahre alt, eifrig ihren Tanz für das kommende Fest und vereinzelt erteilt der Lehrer streng Anweisungen. Aber alle sind ganz konzentriert dabei und mittlerweile ist es bereits gegen 21:00 Uhr. Es ist mir aber schon oft aufgefallen, das Kinder hier einen ganz anderen Tagesablauf haben als z.B. in Deutschland. Viele, aber lange nicht alle, sind bis um zwölf in der Schule und danach müssen sie jeden Tag bis spät in die Nacht im kleinen Verkaufsstand der Eltern mitarbeiten, sind Schuhputzer oder ziehen vielleicht bettelnd durch die Strassen. Viele der kleinen Stände sind rund um die Uhr geöffnet, da ist es keine Seltenheit, wenn das Kleinkind einfach auf dem Boden in eine Decke gewickelt zum Schlafen gelegt wird. Und auf unseren Nachtfahrten sehen wir oft noch nach Mitternacht Kleinkinder auf den Strassen umher rennen. Trotzdem scheinen sie glücklich zu sein und es wird zu jeder Gelegenheit viel gelacht.
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| Salinas |
Mittwoch, 24. Oktober 2007
Flexibel bleiben...
...muss man wenn man für den geplanten Tag keine Zugtickets mehr nach Machu Picchu bekommt. Die $547 teure Hin- und Rückfahrt im "Hiram Bingham"-Zug kam für uns eh nicht in Frage. (Hiram Bingham war der Entdecker im Jahr 1911.) Da konnten uns auch das zugesicherte Brunch, die Prä-Dinner-Cocktails mit Live-Unterhaltung oder das 4-Gänge Abendessen nicht erweichen, denn wir hatten das Gefühl, die bereits gebuchte Nacht in der Machu Picchu Sanctuary Lodge (Kostenpunkt $1.165) würde unsere Reisekasse ausreichend strapazieren. Neeein, haben wir natürlich nicht gemacht!
Unsere ausgeklügelte Verzögerungstaktik sah nun eine stetige Steigerung der Highlights über die nächsten Tage verteilt vor. Gipfeln sollte sie dann am 26.10. mit dem Aufstieg nach Machu Picchu (Eintrittspreis mit ISIC EUR 15,-). Für den 24.10. bekamen wir das Ticket ($47) im Backpacker Nachtzug, der um 20:15 von Ollantaytambo nach Aguas Calientes fährt. Von Cusco aus sollte es also zuerst nach Urubamba, wo wir uns die bereits von den Inkas genutzten Salinas (Salzabbau) anschauen wollten, und weiter nach Ollantaytambo gehen.
Am Abend zerbricht dann Mario im Internetcafé seine Speicherkarte. Warum weiss ich nicht genau, vielleicht haben ihm seine Bilder nicht gefallen?! Naja, er hat sich natürlich riesig geärgert. Zum Glück waren "nur" die Bilder eines Tages drauf.
Unsere ausgeklügelte Verzögerungstaktik sah nun eine stetige Steigerung der Highlights über die nächsten Tage verteilt vor. Gipfeln sollte sie dann am 26.10. mit dem Aufstieg nach Machu Picchu (Eintrittspreis mit ISIC EUR 15,-). Für den 24.10. bekamen wir das Ticket ($47) im Backpacker Nachtzug, der um 20:15 von Ollantaytambo nach Aguas Calientes fährt. Von Cusco aus sollte es also zuerst nach Urubamba, wo wir uns die bereits von den Inkas genutzten Salinas (Salzabbau) anschauen wollten, und weiter nach Ollantaytambo gehen.
Am Abend zerbricht dann Mario im Internetcafé seine Speicherkarte. Warum weiss ich nicht genau, vielleicht haben ihm seine Bilder nicht gefallen?! Naja, er hat sich natürlich riesig geärgert. Zum Glück waren "nur" die Bilder eines Tages drauf.
Dienstag, 23. Oktober 2007
Pisac - im heiligen Tal der Inkas
Ungefähr 30 Kilometer nördlich von Cusco befindet auf einem Bergrücken hoch über dem Dorf Pisac die gleichnamige Inka-Festung. Unser Aufstieg über die in Terassenform angelegten Felder der Inkas dauerte ca. eine Stunde. Die erste Gruppe von Gebäuden, Pisaqa genannt, erreicht man über eine schmale ungefähr 50m lange Treppe die nur für eine Person Platz bietet. Es war wieder beeindruckend zu sehen, an welchen ausgesetzten Stellen perfekt und teilweise wellenförmig gearbeitete Mauern errichtet wurden. Anschliessend erreicht man den zentralen Teil der Anlage, Intihuatana. Die Inkas glaubten, das hier die Sonne angebunden sei. Mittlerweile ist die Stätte geschlossen, da Diebe verschiedene Teile gestohlen haben. Neben Mond- und Sonnentempel gibt es perfekt gearbeitete Wasserkanäle und Bäder zu sehen. Weiter den Bergrücken entlang durch einen Tunnel gelangt man zum Militärbereich und schliesslich zu den Unterkünften der Bauern. Die terassenförmigen und teilweise über 50m breiten Felder ziehen sich oftmals von der Anlage bis fast ins Tal hinunter. Die gesamte Anlage nimmt auf dem Kamm gute 400m ein, würde ich schätzen.
Zurück im Dorf haben wir für ganze 2 Sol recht anständig gegessen und uns dann in einen übervollen Bus gequetscht um wieder nach Cusco zu kommen.
PS: Und ich war nach 4 Monaten mal wieder zum Haare schneiden! ;-)
Zurück im Dorf haben wir für ganze 2 Sol recht anständig gegessen und uns dann in einen übervollen Bus gequetscht um wieder nach Cusco zu kommen.
PS: Und ich war nach 4 Monaten mal wieder zum Haare schneiden! ;-)
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| Pisac |
Samstag, 20. Oktober 2007
Museumsbesuche in Cusco und Sacsayhuaman
Um kulturell etwas in Cusco erfahren zu können muss man sich ein Touristenticket kaufen. Für 70 Sol (wir Studenten haben elegant unsere ISIC-Karte aus dem Brustbeutel gezogen und einfach mit unserem guten Namen nur 35 Sol bezahlt; die Dame hat auch etwas verwundert auf unsere Geburtsdaten geschaut - wir haben nur umso seriöser zurückgelächelt!) bekommt man Zutritt zu 16 Sehenswürdigkeiten in und um die Stadt. Nach gut einer Stunde hatten wir die ersten beiden Museen, das Museo Municipal de Arte Contemporaneo und das Museo Historico Regional, erledigt. Nach einem guten Kaffee fühlten wir uns bereit für einen Nachschlag Kultur und machten uns auf, das Museo de Arte Popular zu besichtigen. Keine 20 Minuten später standen wir auch schon wieder vor der Tür. Ich war glaube noch nie in einem Museum mit nur zwei Ausstellungsräumen! Als heutiges Finale stand noch das Museo de Sitio del Qoricancha auf dem Programm. Nachdem wir etwas Schwierigkeiten hatten den unterirdisch angelegten Eingang zu finden waren wir auch hier wieder recht schnell draussen. Ich weiss auch nicht so recht. Eigentlich müssten die Museen mit "Geschichte zum Anfassen" vollgestopft sein. Aber bis auf ein paar wenige Fundstücke, meist Waffen, Krüge, Schmuck oder auch Mumien, sieht man nicht viel und man erfährt so gut wie nichts über die Geschichte der Inkas. Ich fand's einfach nur Schade!
Am Nachmittag haben wir uns noch auf einen kurzen 20 Minuten Weg gemacht um die Ruinen des zeremoniellen Zentrums Sacsayhuaman nördlich der Stadt zu besichtigen. Einfach unglaublich wie die Inkas bis zu 200 Tonnen schwere Felsbrocken so bearbeitet haben, das sie perfekt zusammenpassen.
An dieser wichtigen Stätte wurden Mario und ich dann auch endlich als Models erkannt und entsprechend gewürdigt. Es waren nämlich auch unzählige einheimische Schulklassen unterwegs und wir wurden von mehreren Horden junger Mädels belagert. Eine wurde ausgewählt, welche dann mit 3 Kameras bewaffnet Fotos von ihren Freundinen und uns machen durfte. Wir versuchen jetzt die nächsten Tage erstmal mit dem Ruhm klarzukommen und nicht durchzudrehen.
Da wir den Colca Cañon in der Nähe von Arequipa nicht besucht haben, dachten wir schon unsere Chance einen Kondor zu sehen sei verflogen. Aber nein, als weitere Touristenattraktion sass dort auf einem Stein ein junger gezähmter Kondor der etliche Fotogewitter über sich ergehen liess und ab und an auch mal seine jetzt schon imposante Spannweite zeigte. Toll fand ich die älteren Herrschaften die in allen Sprachen dieser Welt den Vogel aufforderten dies doch bitte bitte nochmal zu machen. Es gab auch welche die sich direkt vor den Kondor positionierten und mit ihren Armen Flugbewegungen nachmachten um den armen Vogel anscheinend zu stimulieren. Ich möchte nicht wissen, was sich der Kondor so gedacht hat!
Am Nachmittag haben wir uns noch auf einen kurzen 20 Minuten Weg gemacht um die Ruinen des zeremoniellen Zentrums Sacsayhuaman nördlich der Stadt zu besichtigen. Einfach unglaublich wie die Inkas bis zu 200 Tonnen schwere Felsbrocken so bearbeitet haben, das sie perfekt zusammenpassen.
An dieser wichtigen Stätte wurden Mario und ich dann auch endlich als Models erkannt und entsprechend gewürdigt. Es waren nämlich auch unzählige einheimische Schulklassen unterwegs und wir wurden von mehreren Horden junger Mädels belagert. Eine wurde ausgewählt, welche dann mit 3 Kameras bewaffnet Fotos von ihren Freundinen und uns machen durfte. Wir versuchen jetzt die nächsten Tage erstmal mit dem Ruhm klarzukommen und nicht durchzudrehen.
Da wir den Colca Cañon in der Nähe von Arequipa nicht besucht haben, dachten wir schon unsere Chance einen Kondor zu sehen sei verflogen. Aber nein, als weitere Touristenattraktion sass dort auf einem Stein ein junger gezähmter Kondor der etliche Fotogewitter über sich ergehen liess und ab und an auch mal seine jetzt schon imposante Spannweite zeigte. Toll fand ich die älteren Herrschaften die in allen Sprachen dieser Welt den Vogel aufforderten dies doch bitte bitte nochmal zu machen. Es gab auch welche die sich direkt vor den Kondor positionierten und mit ihren Armen Flugbewegungen nachmachten um den armen Vogel anscheinend zu stimulieren. Ich möchte nicht wissen, was sich der Kondor so gedacht hat!
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| Sacsayhuam |
Donnerstag, 18. Oktober 2007
Arequipa - Cusco
Endlich, nach 10h Busfahrt sind wir mit abgewetzten Kniescheiben, wundgelegener Hüfte und verleiertem Kreuz heute um 6:00 in Cusco angekommen. Für knappe EUR 6,- sind wir 830 Kilometer weit gekommen. Hätten wir gewusst, was für ein Bus uns erwartet hätten wir sicher wieder etwas mehr investiert. Sitzabstand und Sitzgrössen waren definitiv nicht für Europäer gemacht. Mich hat es ja schon etwas gehoben, als der ältere Herr, der direkt hinter mir sass, regelmässig den schlimmsten Rotz ausgeworfen hat und zusätzlich im stündlichen Rhythmus in seine kleine Fanta-Flasche pinkelte und den Inhalt anschliessend aus dem Fenster kippte. Das hat dann immer so schön frisch in meiner Nase gerochen! Die Flasche hat er dann zwischen meinem Kopfende vom Sitz und dem Fenster eingeklemmt. Keine schöne Busfahrt!
Unser sehr spärlich eingerichtetes Hostal "La Casa de la Abuela" erinnert etwas an den Flair der DDR in den 60ern. Hier gibt es auch wieder so eine Dusche bei der das Warmwasser elektrisch erwärmt wird, das kribbelt dann immer so schön wenn man am Duschkopf herumspielt. Die keine 2cm über der Brause und mit Tape zusammengeflickten Kabel lassen mich immer ein kleines Stossgebet zum Duschgott schicken, sobald ich so einer Installation begegne. Mit Frühstück und Internet bezahlt man aber gerade EUR 2,50. Also ein echtes Schnäppchen!
Von Cusco aus gehts die nächsten Tage in das Heilige Tal, mit einigen Festungen der Inkas, und natürlich nach Machu Picchu.
Unser sehr spärlich eingerichtetes Hostal "La Casa de la Abuela" erinnert etwas an den Flair der DDR in den 60ern. Hier gibt es auch wieder so eine Dusche bei der das Warmwasser elektrisch erwärmt wird, das kribbelt dann immer so schön wenn man am Duschkopf herumspielt. Die keine 2cm über der Brause und mit Tape zusammengeflickten Kabel lassen mich immer ein kleines Stossgebet zum Duschgott schicken, sobald ich so einer Installation begegne. Mit Frühstück und Internet bezahlt man aber gerade EUR 2,50. Also ein echtes Schnäppchen!
Von Cusco aus gehts die nächsten Tage in das Heilige Tal, mit einigen Festungen der Inkas, und natürlich nach Machu Picchu.
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